Die „Tyrstelmütz“ ist da!!!

Ich liebe ja Beanies…eigentlich…

…aber es macht mich wahnsinnig, dass sie meinem Sohn ständig so tief in die Augen rutschen, dass er fast nichts mehr sieht…ständig bin ich am zurechtzupfen! Bei meinem großen Neffen (er ist schon 4 😉 ) ist das nicht mehr so problematisch, weil er sie einfach selber zurecht zieht, aber mein kleiner Mann kriegt das noch nicht alleine hin und dadurch sind die schönen Beanies für uns (vor allem für die Kita) leider absolut untauglich! Wenn sie richtig sitzen sieht er so süß damit aus, aber mittlerweile bin ich echt genervt…ich finde, auch die normalen Mützen rutschen vorne mit der Zeit runter und die Ohren liegen dann frei…da musste ich mir was einfallen lassen…habe fleißig an einer anderen Mütze rumgetüftelt und bin jetzt so zufrieden, dass ich sie euch gerne präsentiere!

Nichts desto trotz, zeige ich jetzt aber erstmal ein paar Bilder meiner bisher genähten Beanie-Mützen, vielleicht greife ich dann so in einem Jahr ja auch wieder auf Beanies zurück, aber bis dahin kommt jetzt die „Tyrstelmütz“ ins Spiel 🙂 !

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Meine ersten Beanies habe ich aus vier gleichen Teilen zusammen genäht, da es Wendebeanies sind also aus acht Teilen (vier innen und vier außen) und dann noch dem Bündchen. Die letzten Beanies habe ich dann aber innen und außen aus je einem Teil plus des Bündchens genäht 😉 .

 

Jetzt zur TYRSTELMÜTZ! Es ist eine Wendemütze, die über die Ohren geht, aber bei den Augen nicht so tief sitzt, dass man nichts mehr sieht. Es ist mein erster pdf-Schnitt und ich habe das irgendwie zusammengebastelt (viele Wege führen nach Rom), deswegen ist es vielleicht nicht sonderlich professionell und nicht 100% perfekt, aber wer mag, kann den Schnitt zur Tyrstelmütz gerne runterladen und einfach ausprobieren-mich würde es sehr freuen!

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Einfach beide Teile A und B so zusammenkleben, dass die Linien übereinstimmen, dann ausschneiden. Eine Nahtzugabe von 0,75cm ist bereits enthalten! Den Schnitt unbedingt in tatsächlicher Größe ausdrucken und mittels des Testquadrats kontrollieren!

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Ich habe die Mütze für meinen Sohn gemacht (er ist jetzt 2 ¼ Jahre) und für meine Nichte (sie ist 1 ¾). Für meinen vierjährigen Neffen, habe ich einfach noch eine Nahtzugabe angefügt und den Bündchenstreifen um 2-3cm verlängert. Für die drei passen die Mützen so super. Weitere Testmützen kann ich bisher noch nicht vorweisen, aber ich bin gespannt, auf eure Versuche und würde mich freuen, wenn ihr meinen Schnitt einfach ausprobiert und mir dann davon erzählt, wie euch die Tyrstelmütz gefällt 😉 .

Anleitung:

Am besten für Jersey- oder Sweatstoffe geeignet (da es eine Wendemütze ist, lohnt es sich, für innen wie außen wirklich schöne Stoffe auszusuchen)! Ich habe die Mütze jetzt probeweise mit der Overlock und mit der normalen Nähmaschine genäht, mit dem Ergebnis, dass ich das Bündchen mit der Overlock annähe, den Rest aber mit der Nähmaschine nähe (ich finde, so bekommt man den „Stern“ am gleichmäßigsten hin) und die Nahtzugaben dann ganz leicht mit der Zickzack-Schere wegschneide, damit nichts ausfranst! Das kann also jeder so probieren wie er will…natürlich muss das Bündchen aber mit einem dehnbaren Stich angenäht werden.

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Den Schnitt im Stoffbruch gemäß Fadenlauf auf den Haupt- und Futterstoff übertragen (eine Nahtzugabe je nach Alter eventuell noch zufügen) und ausschneiden.

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Dann von einer Seite anfangen, von der Spitze aus die „Keile“ rechts auf rechts aneinander zu nähen…dabei darauf achten, dass die Nadel an der Spitze immer an derselben Stelle einsticht, damit die Spitzen nachher sternförmig in der Mitte aufeinandertreffen (ich habe mir dafür Markierungspunkte auf die Spitzen gemalt, wo ich ungefähr landen möchte). Das ist mit einer normalen Nähmaschine definitiv einfacher als mit der Overlock!

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Die letzte Naht ist die lange Naht hinten, wo die Enden aufeinander treffen. Bei dem Innenfutter müsst ihr unbedingt daran denken, dort eine Wendeöffnung zu lassen (ca. 4cm). Ich habe hier ausnahmsweise von der unteren Seite angefangen zu nähen und bin dann am Ende (wo alle Spitzen aufeinander treffen) über alle Spitzen rübergegangen. Das ist alles wirklich fummelig aber es sollte dann ungefähr so aussehen wie auf dem Bild rechts.

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Dann macht ihr euch vier Markierungen auf den beiden Mützenteilen:

  1. vorne die Mitte
  2. hinten die Mitte (dort dient die Naht schon als Markierung)
  3. und 4. dann jeweils noch die Mitte der Seiten.

Dann schneidet ihr euch einen Bündchenstreifen mit den Maßen 36 x 6 cm zurecht und näht ihn an den kurzen Enden rechts auf rechts zusammen. Dann wird der Bündchenstreifen mit der rechten (schönen) Seite außen zusammengeklappt. Auch auf ihm macht ihr euch vier Markierungen (wobei die hintere Markierung auch hier die Naht ist, dann auch wieder vorne eine und auf den jeweiligen Seiten die Mitte).

Jetzt wird das Bündchen zwischen Innen- und Außenstoff eingenäht. Die Mützenteile liegen quasi rechts auf rechts aufeinander (die innere Mütze ist also mit der linken Seite nach außen gedreht) und das Bündchen wird mit der offenen Seite an die Ränder der Mützenteile gesteckt. Die vier Markierungen werden fest aufeinander gesteckt, wer mag, kann sich dazwischen auch noch ein paar Nadeln stecken (das hat für mich das Nähen bei den Rundungen etwas leichter gemacht), aber bedenkt dabei, dass das Bündchen noch gedehnt werden muss! Dann wird das Bündchen mit den beiden Mützenteilen vernäht, dabei immer den Bündchenstoff (NICHT die Mützenstoffe) so weit dehnen, wie der Haupt- und Innenstoff in Ruhelage vorgeben. Ich mache das immer so, dass ich von der einen Markierung zu nächsten dehne und mich so um die gesamte Mütze arbeite.

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Jetzt nur noch die Mütze durch die Wendeöffnung wenden und die Wendeöffnung mittels Matratzen-Stich (der ist später fast nicht zu sehen) zu nähen.

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Fertig.

Ich bin gespannt, auf eure Ergebnisse!

Und hoffe, ihr kommt mit meinem Schnitt und der Anleitung gut klar…ich habe mein Bestes versucht!

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Viel Spaß und gutes Gelingen!

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